Kurz erklärt

Teilt euch in zwei Teams. Im selben Raum sehen der aktuelle Erklärer und ein gegnerischer Aufpasser den Suchbegriff samt fünf verbotenen Wörtern; das Rateteam nicht. Im moderierten Videocall erhält nur der Erklärer die Karte privat, während die Spielleitung kontrolliert. Jeder erratene Begriff zählt einen Punkt; bei Überspringen oder Regelverstoß geht ein Punkt an die Gegenseite.

Online Tabu spielen: So startet ihr in wenigen Schritten

Für das klassische Tabu-Spiel online braucht ihr mindestens vier Personen, weil zwei Teams gegeneinander antreten. Jede Person sollte gleich oft Erklärer sein. Sind danach beide Teams punktgleich, entscheidet eine zusätzliche Runde.

  1. Zwei Teams bilden: Verteilt die Personen möglichst gleichmäßig und bestimmt ein Startteam.
  2. Erste Rollen festlegen: Das aktive Team wählt einen Erklärer. Das andere Team bestimmt einen Aufpasser für Karte und Timer.
  3. Karten geheim halten: Nur Erklärer und Aufpasser dürfen Suchbegriff und Tabu-Wörter sehen. Das Rateteam sieht die Karte nicht.
  4. Timer starten: Klassisch läuft eine Minute. Für eine besonders kurze Online-Runde könnt ihr vorab 30 Sekunden vereinbaren.
  5. Nach der Zeit wechseln: Zählt die Karten, notiert die Punkte und lasst das andere Team erklären.
Vier Freunde teilen sich für ein Online-Tabu-Spiel in Teams auf

Sitzt ihr zusammen, reicht ein Gerät: Der Erklärer hält den Bildschirm so, dass nur der Aufpasser mitlesen kann. Wer sofort loslegen möchte, kann Tabu in RoomPlay öffnen. Weitere browserbasierte Formate stehen im Überblick zu Wortspielen für Gruppen.

Direkt spielenTabu auf einem Handy öffnen

Bildet zwei Teams, gebt das Gerät an den Erklärer und startet die erste Karte.

Tabu starten

Tabu-Spiel online: Regeln, Verbote und Punkte

Auf jeder Karte steht oben der Suchbegriff. Darunter folgen fünf besonders naheliegende Wörter, die bei der Erklärung tabu sind. Der Erklärer versucht, sein Team auf den Suchbegriff zu bringen, ohne einen dieser direkten Wege zu benutzen. Sobald das Team richtig rät, folgt die nächste Karte; die Runde läuft weiter, bis der Timer endet.

Die klassischen Verbote gehen über die fünf gedruckten Wörter hinaus. Nicht erlaubt sind der Suchbegriff selbst, Teile davon und andere Grammatikformen. Auch Gesten, Abkürzungen sowie Hinweise wie „reimt sich auf“ oder „hört sich an wie“ gelten als Regelverstoß. Damit online keine Diskussion während der laufenden Zeit entsteht, sollte der Aufpasser die Karte sehen und einen Verstoß sofort markieren.

Ein Team erklärt einen Begriff, während ein Aufpasser Karte und Timer kontrolliert

So zählt ihr die Runde

  • Das aktive Team erhält einen Punkt für jeden richtig geratenen Suchbegriff.
  • Für jede beanstandete oder übersprungene Karte erhält das andere Team einen Punkt.
  • Nach Ablauf der Zeit übernimmt das andere Team die Rollen von Erklärer und Rateteam.
  • Das Spiel endet, wenn jede Person gleich viele Erklärzüge hatte; bei Gleichstand folgt eine zusätzliche Runde.

Online-Tabu-Karten richtig vorbereiten und geheim teilen

Eine vollständige Tabu-Karte enthält genau zwei Ebenen: einen Suchbegriff und fünf verbotene Wörter. Die verbotenen Begriffe sollten die offensichtlichsten Erklärwege blockieren. Für „Zeitung“ nennt ein Regelbeispiel etwa Lesen, Bilder, Seiten, Nachrichten und Leserbrief; die erklärende Person muss dann weiter außen nach Synonymen, Zusammenhängen oder bekannten Formulierungen suchen.

Bei Online-Tabu-Karten ist vor allem die Sichtbarkeit entscheidend. Im selben Raum zeigt der Bildschirm zur erklärenden Person und zum gegnerischen Aufpasser. In einer Videokonferenz sendet die Spielleitung ein Foto oder den Text der Karte per Privatnachricht. So bleibt die Lösung für alle Ratenden verborgen, während eine zweite Person die Tabu-Wörter kontrollieren kann.

Zwei Freunde bereiten farbige Tabu-Karten auf einem Tablet vor

Zwei praktikable Kartenwege

  1. Browser-Karten: Die aktuelle Karte erscheint auf einem gemeinsam weitergereichten Gerät.
  2. Foto per Privatnachricht: Eine Spielleitung fotografiert eine vorhandene Karte und sendet sie nur an den aktuellen Erklärer.

Wenn Karten mehrere Farben haben, behandelt sie nicht automatisch als Schwierigkeitsstufen. In einer verbreiteten Ausgabe dienen die Farben dazu, in einer späteren Partie andere Begriffe derselben Karten zu verwenden.

Tabu online spielen im Videocall

Für verteilte Gruppen braucht ihr neben dem Anruf eine private Nachrichtenfunktion. Eine Person übernimmt zunächst die Spielleitung, verschickt die jeweilige Karte, führt die Punkteliste und achtet auf verbotene Wörter. Die Rolle kann nach einer Runde wechseln, damit nicht dieselbe Person den ganzen Abend moderiert.

Der Ablauf bleibt nah am Tischspiel: Die Spielleitung sendet die Karte privat, nennt den Start, und der Erklärer spricht im gemeinsamen Call. Alle Ratenden antworten laut. Nach 30 oder 60 Sekunden stoppt die Leitung die Runde, zählt richtige, übersprungene und beanstandete Karten und gibt die nächste Karte an das andere Team.

Eine Spielerin erklärt im Videocall einen Tabu-Begriff für vier Freunde

In einer kleinen Runde kann statt zweier fester Teams auch die ganze Gruppe raten, während eine Spielleitung kontrolliert und Punkte pro Person notiert. Die digitale Spielesammlung beschreibt dieses moderierte Format bereits ab drei Personen. Wenn ihr mehr Online-Formate vergleichen möchtet, führt der Überblick zu Partyspielen online weiter.

Tabu online erklären: Tipps, Varianten und häufige Fragen

Gute Erklärungen umgehen nicht nur ein einzelnes Wort, sondern wechseln die Richtung. Nutzt Synonyme oder greift auf ein bekanntes Zitat beziehungsweise Lied zurück, sofern ihr dabei keinen verbotenen Begriff nennt. Wer an einer Karte festhängt, kann sie überspringen – muss aber den Punkt für die Gegenseite einkalkulieren.

Varianten sollten immer vor dem Timer vereinbart werden. Die offiziellen Regeln nennen unter anderem doppelte Zeit, nur eine ratende Person, eine Runde mit allen Ratenden und „Keine Bewegung“: Der Erklärer muss dabei völlig still sitzen, während ein Spieler des anderen Teams die Karten aufdeckt. FOCUS führt außerdem Pantomime als Abwandlung auf. Sie gehört nicht zu den klassischen Hinweisen und darf daher nur eingesetzt werden, wenn die Gruppe diese Variante ausdrücklich wählt.

Drei Freunde denken über eine schwierige Tabu-Erklärung nach
Nächste WortspielrundeWörter ohne Tabu-Liste erklären

Wenn ihr freier umschreiben möchtet, wechselt nach Tabu zu Alias.

Alias starten
Kann man Tabu online ohne gedruckte Karten spielen?

Ja. Im selben Raum kann die Browser-Karte auf einem weitergereichten Gerät für Erklärer und gegnerischen Aufpasser sichtbar sein. Im moderierten Videocall sendet die Spielleitung den Suchbegriff und die fünf verbotenen Wörter nur dem Erklärer per Privatnachricht.

Wie viele Personen braucht man für Online-Tabu?

Die klassische Teamfassung beginnt bei vier Personen. Für eine moderierte Videokonferenz wird auch ein Ablauf mit drei bis zwölf Personen beschrieben.

Wie lange dauert eine Runde?

Die klassische Runde dauert eine Minute. Für einen schnellen Videocall könnt ihr vorab 30 Sekunden vereinbaren. Bleibt für beide Teams bei derselben Zeit.

Was passiert bei einem Tabu-Wort?

Nach den klassischen Regeln beanstandet der Aufpasser die Karte. Das gegnerische Team erhält dafür einen Punkt; dasselbe gilt für eine übersprungene Karte.

Darf man Gesten oder Wortteile verwenden?

Im klassischen Spiel nicht. Gesten, der Suchbegriff, Wortteile davon, andere Grammatikformen, Abkürzungen sowie Reim- und Klanghinweise sind verboten. Pantomime ist nur eine vorher vereinbarte Variante.